Im Jahr 2005 erarbeitete die Ministerkonferenz der Weltgesundheitsorganisation die Europäische Erklärung zur psychischen Gesundheit und stellte einen Aktionsplan für psychische Gesundheit vor. Den Vorgaben beider Dokumente folgend, plante die Europäische Union eine Reihe von Maßnahmen, um klare Vorgaben zur Verbesserung der psychischen Gesundheit zu geben, wie z. B. das „Grünbuch. Verbesserung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung. Entwicklung einer Strategie der Europäischen Union für den Bereich psychische Gesundheit“. Unter anderem lässt sich daraus schlussfolgern, dass die psychische Gesundheit nicht ausreichend gefördert wird, Interventionen und Lösungen fehlen, die Diskriminierung bekämpft werden muss und multidisziplinäre Ausbildungsprogramme für Arbeitskräfte eingerichtet werden müssen.

Das Projekt „Mentalprac. Training for Practitioners who Work with People with Severe Mental Disorder“ (Training von Arbeitskräften für die Arbeit mit Menschen mit schwerwiegenden psychischen Störungen) hat sich deshalb zum allgemeinen Ziel gesetzt, die Betreuung von Personen mit psychischen Störungen durch ein Arbeitskräfteangebot mit optimaler Fachkompetenz zu verbessern.

Im Einzelnen verfolgt das Projekt folgende Ziele:

  • Abdeckung der Lücken im Training von Arbeitskräften im Gesundheitswesen, die direkt mit Menschen mit schwerwiegenden psychischen Störungen arbeiten.
  • Verbesserung der Kenntnisse und Fähigkeiten von weniger qualifiziertem Personal, wobei die Vorbeugung eines Burnout-Syndroms zu berücksichtigen ist.
  • Verbreitung von Schulungsmaterial für Arbeitskräfte im Bereich psychischer Gesundheit, insbesondere für solche, die mit Menschen mit schwerwiegenden psychischen Störungen arbeiten.
  • Sensibilisierung für die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit schwerwiegenden psychischen Störungen und für die Wichtigkeit des Trainings von Arbeitskräften.